Chiles Industrie – hier primär der Bergbausektor – ist extrem energieintensiv und die Nachfrage nach Strom übersteigt seit Jahren das Angebot. Dies führt einerseits zu hohen Strompreisen und andererseits zu gebremsten Investitionswachstum, da der Strombedarf nicht befriedigt werden kann. Deshalb hat die Regierung vor einigen Jahren ein Gesetz zur Unterstützung der Entwicklung erneuerbarer Energien verabschiedet, das zum Ziel hat, bis 2025 20% des Gesamtenergieverbrauches aus erneuerbaren Energien stammen zu lassen.

Dies schafft interessante Voraussetzungen zur Entwicklung erneuerbarer Energien und hat 2013/2014 nach der Realisierung von einigen Windkraftprojekten zur Installation erster PV Anlagen geführt. Chile verfügt im Norden des Landes über die weltweit intensivste Sonneneinstrahlung und bietet sowohl von der Ressourcen- als auch Abnahmeseite ideale Bedingungen für Photovoltaik. Gleichzeitig ist der Netzzugang oft schwierig und die Netzkapazität in vielen Bereichen limitiert.

Insgesamt ist Chile ein interessanter, wenn auch kleiner Markt für Photovoltaik, der marktgetrieben, d.h. ohne jegliche Förderungen und nur auf Basis der Spotmarktpreise, die Errichtung und den Betrieb von Photovoltaikanlagen auf grid-parity Basis erlaubt.

AustrianSolar betreibt seit Anfang 2013 eine Tochtergesellschaft mit einem erfahrenen Team von 5 Mitarbeitern vor Ort. Die ersten beiden Projekten mit je 100MW sind im Bau, ein weiteres Projekt ist geplant 2018 zu beginnen.